Gesundheitskompetenz und Gespächsqualität

Gesundheitskompetenz und Gesprächsqualität
„Sagen – Fragen – Verstehen“

Der Fokus im Projekt „Gesundheitskompetenz und Gesprächsqualität“, das im Jahr 2018 gestartet wurde, liegt auf der Verbesserung der Gesprächsqualität zwischen PatientInnen und Gesundheitspersonal, denn: gute Gesprächsqualität wirkt sich sowohl positiv auf den Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten und die Zufriedenheit der PatientInnen, als auch auf die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen aus.

Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden. Sie wird als ein Zusammenspiel persönlicher Fähigkeiten und situativer Anforderungen verstanden.

Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz nehmen weniger Vorsorgeangebote in Anspruch, brauchen mehr medizinische Notfallbehandlungen, sind öfter im Krankenhaus, haben schlechtere Behandlungsergebnisse oder ein höheres Risiko, Komplikationen zu erleiden. Daher lohnt es sich ganz besonders, in Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu investieren.

Damit leistet das Projekt Gesundheitskompetenz und Gesprächsqualität auch einen Beitrag zur Umsetzung der Gesundheitsziele Österreich und der Wiener Gesundheitsziele, die unter anderem die Verbesserung der individuellen und organisationalen Gesundheitskompetenz anstreben.

Gesprächsqualität

Gute Gesprächsqualität leistet einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung.

Zielgruppen des Projektes sind dabei alle MitarbeiterInnen mit direktem PatientInnenkontakt in den Piloteinrichtungen und deren PatientInnen beziehungsweise BewohnerInnen von SeniorInnenwohnheimen und deren Angehörige, sowie vulnerable Gruppen, wobei explizit Menschen mit intellektueller und Mehrfachbehinderung inkl. Menschen mit Down-Syndrom, Gehörlose sowie MigrantInnen miteingeschlossen sind.

 

Die Piloteinrichtungen der ProjektpartnerInnen:

AUVA-Traumazentrum Wien:

o   Standort Meidling

o   Standort Lorenz-Böhler

Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser(KWP):

o   Pensionisten-Wohnhaus Margareten

o   Pensionisten-Wohnhaus Brigittenau

Vinzenz-Gruppe:

o   Herz-Jesu Krankenhaus

o   Krankenhaus Göttlicher Heiland

Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK):

o   Hanusch Krankenhaus

o   Gesundheitszentrum Wien-Süd

Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV):

o   Teilunternehmung AKH – Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde

o   Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien mit sozialmedizinischer Betreuung – Pflegewohnhaus Baumgarten und Liesing

 

Die Wiener Pflege-, Patientinnen und Patientenanwaltschaft unterstützt das Projekt bei der Entwicklung und Umsetzung des Moduls „PatientInnen-Empowerment“.

 

Module

Im Rahmen des Projekts werden in den Pilotabteilungen drei Module umgesetzt, die in Summe die Rahmenbedingungen für eine gute Gesundheitskompetenz und Gespächsführung verbessern sollen:

  1. „MitarbeiterInnen-Empowerment“
    Kommunikationstrainings für MitarbeiterInnen mit direktem PatientInnenkontakt zur Stärkung der Kompetenzen im Bereich der Gesprächsführung mit PatientInnen bzw. BewohnerInnen und deren Angehörigen.

  2. „PatientInnen-, BewohnerInnen- und Angehörigen-Empowerment“
    Mittels Informationsmaterialien (Folder, Plakate) werden PatientInnen, BewohnerInnen und deren Angehörige ermutigt, im Gespräch mit behandelnden bzw. betreuenden Berufsgruppen Fragen zu stellen.

  3. „Lokale Organisationsentwicklung“
    Die Anpassung organisationsinterner Prozesse in den Pilotabteilungen wird durch eine professionelle Prozessbegleitung/Organisationsentwicklung unterstützt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rahmenbedingungen für eine gute Gesprächsführung
    (z. B. ungestört und in aller Ruhe sprechen können) nachhaltig optimiert werden.

To top

Suche

Ihre gesunde Idee für den Bezirk!›

Grätzel- und Kooperations- initiativen einreichen

Aktuelles aus der WiG›

Neue Projekte, Angebote und Veranstaltungen ...