Familiäre Faktoren

Die Entstehung von Essstörungen hängt oft – nicht immer – mit gestörten Beziehungen in der Familie zusammen. Wichtig ist dabei: Keine Familie ist eine “Idealfamilie”, und in jeder Form des Zusammenlebens kommt es zu Fehlern und oft folgenreichen Verhaltensmustern. Daher sind die folgenden Beschreibungen keinesfalls als Negativurteile zu verstehen, sondern als wertfreie Bestandsaufnahme von möglichen Hintergründen, um Essstörungen besser zu verstehen. Eine eindimensionale Erklärung einer Essstörung durch familiäre Einflüsse ist nie zulässig - stets treten mehrere Faktoren zusammen. Es geht dabei um keine Schuldzuweisung, sondern darum, die betroffene Person und ihre Essstörung besser zu verstehen, um ihr angemessen und individuell helfen zu können.

Kennzeichen von Familien magersüchtiger PatientInnen
  • starker Zusammenhalt
  • hohe Norm- und Leistungsorientierung
  • Überbehütung des Kindes
  • Konfliktvermeidung
  • Harmoniegebot
  • Mangel an Konfliktbewältigungsfähigkeiten
  • starke emotionale Verbundenheit
Kennzeichen von Familien bulimischer PatientInnen
  • heftige und offen ausgetragene Konflike ohne Lösung
  • Missachtung von Intimschranken
  • Störungen der affektiven Resonanz
  • Neigung zu impulsiven Handlungen
  • Delegierung eines Konflikts zwischen zwei Personen an eine dritte, unbeteiligte Person
  • widersprüchliche Normorientierung
  • Idealisierung von Stärke

 

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