Die elf Projektideen im Einzelnen

Mein Schulweg - gesund und mobil

Mittels Workshops für Eltern, Kinder und LehrerInnen am Schulcampus soll der gesundheitsförderliche Schulweg thematisiert und umgesetzt werden. Damit sollen Angebote geschaffen werden, um die Kinder mit Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen zu lassen. Das könnte eventuell über eine organisierte Begleitung von Erwachsenen organisiert werden (Konzept Pedibus).

Einschätzung: Das Projekt setzt beider Sensibilisierung der Kinder und deren Eltern an und versucht, das Thema sanfte Mobilität mit gesundheitsförderlicher Alltagsbewegung zusammen zu bringen. Da sowohl die Schule als auch der Elternverein der Schule involviert sein sollen, scheinen auch gute Voraussetzungen für eine nachhaltige Verankerung gegeben.

Gemeinsam G'sund und aktiv im Nordbahnviertel

Eine Veranstaltung im Viertel soll der Startschuss zu einer Reihe von Aktivitäten sein, bei der eigene Aktivitäten entwickelt und umgesetzt werden (Generationenpicknick, Anleitung des Geräteparcours, Sinnesparcours, Aktivspiele, Kreativangebote, …). Aber auch gesundheitsförderliche Angebote aus der näheren Umgebung (etwa durch Grätzelgesundheitsnachmittage) werden sichtbar gemacht. Dabei sollten sowohl engagierte BewohnerInnen als auch interessierte Institutionen eingebunden werden.

Einschätzung: Die vielfältigen Angebote, die Einbeziehung unterschiedlicher Institutionen und die Offenheit, engagierte BewohnerInnen zu integrieren, lassen ein hohes gesundheitsförderliches Potenzial vermuten. Eine Anbindung an Institutionen vor Ort lässt auch eine nachhaltige Verankerung realistisch erscheinen.

Freilufttrainer

Ein vom Einreicher designtes Gerät soll im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Entsprechende Hinweistafeln zeigen (gesundheitsförderliche) Nutzungsmöglichkeiten auf, die vor allem muskelkräftigende Wirkung zeigen. Details dazu

Einschätzung: Das Gerät würde ein zusätzliches Fitnessgerät ins Viertel bringen, zu den bereits vorhandenen. Es punktet vor allem bei den Kriterien Nachhaltigkeit und einfache Zugänglichkeit. Es würde aber die zur Verfügung stehenden Projektmittel fast zur Gänze aufbrauchen.

Workshops

Um den neu Zugezogenen Angebote für Freizeit und soziale Kontakte in der nahen Umgebung zu ermöglichen, sollen sie von engagierten BewohnerInnen über Workshops animiert werden, sich an Aktivitäten zu beteiligen (Lauftreff, Fußball, Klettertreff, Volleyball, Slackline, Skaten, Yoga, Zumba, …). Die AnbieterInnen (TrainerInnen) sollen dabei organisatorisch unterstützt werden.

Einschätzung: Die Idee greift das Bedürfnis der BewohnerInnen nach mehr (Kommunikations-)Strukturen im Stadtteil auf und versucht, das Engagement aktiver BewohnerInnen zu fördern.

Gesundheitsstraße

Durch eine Veranstaltung sollen die Angebote aus der näheren Umgebung bekannt gemacht werden. Die BewohnerInnen können sich hier informieren, aber auch unterschiedliche Angebote ausprobieren. Eine InteressentInnenbörse könnte die Nutzung von frei zugänglichen Sportangeboten erleichtern (Volley- und Basketball, Tischtennis, …).

Einschätzung: Auch diese Idee versucht, Informations- und Kommunikationsstrukturen im Viertel aufzubauen, und möchte BewohnerInnen animieren, sich im Viertel zu engagieren.

Der g'sunde Nordbahnpfad

Eine beschilderte Lauf- bzw. Walkingroute führt vom Bednar-Park durch das derzeit noch unbebaute Gelände wieder zurück zum Bednar-Park und soll zu Bewegung und gemeinsamer Begegnung animieren. Hinweisschilder geben Auskunft über die Natur oder auch Geschichtliches (z.B. über die älteste Eisenbahnbrücke Österreichs).

Einschätzung: Die Projektidee baut auf den vorhandenen Ressourcen der Wohnumgebung auf und ist sehr detailliert ausgearbeitet. Die einmalige Einrichtung eines Bewegungsparcours scheint allerdings ein nicht so hohes Potenzial aufzuweisen wie andere Projektideen. Darüber hinaus sind öffentliche Aktivitäten auf dem (noch privaten) Grund der ÖBB mit einer Reihe von rechtlichen Fragen verbunden.

Gstättn Nordbahnhof

Ein Teil der künftigen Grünfläche des Stadtentwicklungsgebiets Nordbahnhof soll schon vorab als Stadtwildnis öffentlich zugänglich gemacht werden. Aktivitäten, die gemeinsam mit interessierten BewohnerInnen entwickelt werden sollen, sollen eine attraktive Naherholungsfläche gestalten helfen.

Einschätzung: Die temporäre Nutzung (zumindest eines Teils) der Brachfläche wäre sehr zu begrüßen. Die Klärung rechtlicher Fragen (Nutzungsberechtigungen, Haftungsfragen, allfällig notwendige Pachtverträge, ...) lassen die Umsetzung im Jahr 2014 allerdings nur sehr schwer einschätzen.

Mobile Küche

Über das Kochen im öffentlichen bzw. halböffentlichen Raum sollen vielfältige Zugänge zu Gesundheit und Kultur ermöglicht werden (Gesund kochen, Interkulturell Kochen, Generationsübergreifend kochen, …). Damit soll unter anderem auch die Kommunikation und Vernetzung im Stadtteil gefördert werden.

Einschätzung: Die Projektidee greift ein wichtiges Thema auf. Die Umsetzung einer mobilen Küche im öffentlichen Raum lässt allerdings einen erheblichen organisatorischen und logistischen Aufwand vermuten (Verwaltung der Infrastruktur sowie der Lebensmittel, …).

Generationsübergreifende Nutzung des Schulcampus am Bednar-Park

Die jetzt schon temporäre Nutzung der Schulsportfläche am Campus ist derzeit nur über die Betreuung des Jugendtreffs Nordbahnhof möglich. Eine Ausweitung des Angebots auf Sonntage soll eine generationsübergreifende Begegnung über sportliche Aktivitäten ermöglichen.

Einschätzung: Die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur über Zuständigkeitsgrenzen hinweg ist ein wichtiges Ziel. Gerade hier liegen aber auch die nur schwer abschätzbaren Realisierungsmöglichkeiten, die eine dauerhafte Etablierung eines solchen Angebots nicht abschätzen lassen. Im engeren Sinn ist die Freifläche des Schulcampus auch keine öffentliche Freifläche (im Gegensatz zum Bednar-Park).

Kinderolympiade

Für die 4. Volksschulklassen soll einmal jährlich ein Leichtathletik-Wettkampf angeboten werden, um den Kindern den Spaß und die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Schulen aus der Umgebung umgesetzt werden.

Einschätzung: Die Projektidee erfordert großes Engagement der teilnehmenden LehrerInnen bzw. muss auch in das jährliche Schulprogramm aufgenommen werden. Damit ist eine Realisierung im Jahr 2014 nicht gut einschätzbar. Darüber hinaus bietet eine jährlich einmalig stattfindende Veranstaltung nicht so viele Entwicklungspotenziale wie andere eingereichte Projektideen.

Eltern-Kind Zentrum

Für die vielen neu zuziehenden Eltern und Kinder soll ein neu geschaffenes Eltern-Kind Zentrum ein vielfältiges Angebot zur Verfügung stellen.

Einschätzung: Diese Projektidee greift ein für das Gebiet wichtiges Thema auf: Unterstützungsangebote für junge Familien. Allerdings ist es nur zu einem sehr geringen Teil im öffentlichen Raum umsetzbar und übersteigt auch weit den zur Verfügung stehenden Projektrahmen. Eine nachhaltige Verankerung ließe sich nur durch eine dauerhafte Finanzierung erreichen.

Mehr zum Projekt "Neu wohnen - Gesund leben"

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