SOPHIE - BildungsRaum für Prostituierte

Für weibliche Prostituierte bestehen Barrieren in der Inanspruchnahme von bestehenden Sozialberatungseinrichtungen, wie die Unsicherheit, über ihre Tätigkeit – offen und ohne Abwertung zu erfahren – sprechen zu können. Auch können nicht-spezialisierte Einrichtungen weibliche Prostituierte nur selten in ihrer gesamten Lebenssituation erfassen und beraten, da diese Frauen geübt sind, ein Doppelleben zu führen und ihre Tätigkeit geschickt zu verheimlichen. SOPHIE bietet daher eine Anlaufstelle, wo Frauen in der Sexarbeit  unabhängig von Aufenthaltsstatus und Alter alle sie betreffenden Anliegen formulieren und bearbeiten können.

SOPHIE – BildungsRaum für Prostituierte  ist eine Einrichtung der Volkshilfe Wien, die von der Wiener Gesundheitsförderung gefördert wird (zuvor vom Wiener Programm für Frauengesundheit).

Sie bietet der Zielgruppe in Wien eine niederschwellige Anlaufstelle und ein bedarfsorientiertes Unterstützungsangebot. Ziel ist die Verbesserung der individuellen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen in der Sexarbeit. Dabei wird eine Erweiterung möglicher Handlungsspielräume und die Prävention bzw. Reduktion von Ausbeutung und Abhängigkeit angestrebt. Im Rahmen von Streetwork unter Einbindung von Frauen aus der Zielgruppe erfolgen die niederschwellige Kontaktaufnahme und der Beziehungsaufbau.

Die Angebote in der Anlaufstelle umfassen insbesondere einen Kommunikationsraum, gezielte Sozialberatung und Begleitung, Krisenintervention, Rechtsbeistand und ein PC-Cafe. Migrantinnen in der Sexarbeit erhalten spezifische muttersprachliche Unterstützung und Beratung, besonders auch in Fragen des Aufenthaltes sowie des Arbeitsmarktzuganges. Bildungsangebote, Berufsorientierung und Unterstützung bei einem etwaigen Umstiegsprozess erfolgen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Gesundheit stellt eine Querschnittsmaterie dar, welche sowohl im Rahmen von Streetwork, im Kommunikationsraum als auch in den einzelnen Beratungen thematisiert wird. Schwerpunkte hierbei sind vor allem die Informationsvermittlung, Stärkung des Gesundheitsbewusstseins und die Gesundheitsförderung. Alle Angebote sind für die Zielgruppe anonym und kostenlos nutzbar.

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