Preis der Menschlichkeit 2016

Der Preis der Menschlichkeit wird alle zwei Jahre für besonderen ehrenamtlichen Einsatz vergeben. 2016 gab es 30 Nominierungen aus Einrichtungen des Wiener Sozialwesens. Die Preise wurden am 20. November 2016, im Rahmen von „JedeR für JedeN“, der Messe für Menschen mit Behinderungen, von Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen und WiG-Geschäftsführer Dennis Beck verliehen. Alle Auszeichnungen sind gleichwertig, die PreisträgerInnen werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Die PreisträgerInnen 2016 (alphabetisch)

Manuela Ertl, vorgeschlagen vom Büro der Geschäftsgruppe für Gesundheit, Soziales und Generationen, nahm den Preis stellvertretend für das ehrenamtliche Team des Vereins „Train of Hope“ entgegen. Ertl ist Initiatorin sowie Koordinatorin des Vereins und hatte, gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, eine Schlüsselfunktion bei der Erstversorgung von Transitflüchtlingen am Wiener Hauptbahnhof inne. Rasch und unbürokratisch wurden die Betroffenen mit dem Wichtigsten versorgt. Auch die Koordination von Sachspenden, das Zusammenführen von auf der Flucht getrennten Menschen, das Dolmetschen, der Transport zu Notschlafstellen und die Medizinische Erstversorgung waren Teil der Hilfeleistung.

Ingeborg Haberfehlner wurde vom Fonds Soziales Wien nominiert und stellvertretend für das ehrenamtliche Team des Kontaktbesuchsdienstes der Stadt Wien mit dem Preis der Menschlichkeit ausgezeichnet. Haberfehlner engagiert sich seit 1980 als Kontaktbesucherin in Meidling. Sie ist gemeinsam mit einem Team von 103 weiteren ehrenamtlichen KontaktbesucherInnen eine wichtige Kommunikationsbrücke zwischen SeniorInnen, der Stadt Wien und dem FSW. Die KontaktbesucherInnen leihen den SeniorInnen ein offenes Ohr und tragen durch ihr Engagement oftmals wesentlich zur Verbesserung der Lebenssituation der SeniorInnen bei.

Gerlinde Jochum wurde über den Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen von pro mente wien wegen ihres außerordentlichen Engagements für Menschen mit psychischen Erkrankungen nominiert. Seit 37 Jahren unterstützt sie Betroffene als ehrenamtliche Sozialbegleiterin und setzt sich für deren Rechte ein. Gespräche, kleine Unternehmungen oder die wöchentliche Tanzgruppe, die Gerlinde Jochum leitet, holen die Betroffenen aus der sozialen Isolation.

Petra Resch nahm den Preis der Menschlichkeit stellvertretend für das ehrenamtliche Team in der Palliativstation des Krankenhauses Hietzing entgegen, das vom Wiener Krankenanstaltenverbund nominiert wurde. Die 15 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen und begleiten etwa 350 schwerkranke Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebenswegs und ermöglichen ihnen, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben - und würdevoll zu sterben. Mit viel Engagement, Offenheit und Einfühlungsvermögen bringt das Team mit der Organisation von Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Festen eine willkommene Abwechslung in den Alltag der Menschen.

Otto Spranger, vorgeschlagen von der Selbsthilfe-Unterstützungsstelle SUS Wien, engagiert sich seit 26 Jahren aktiv für die Österreichische Lungenunion und leitet diese seit 18 Jahren. Er etablierte den „Welt Allergie und Asthma Tag“ im Wiener Rathaus und ist Herausgeber der Zeitschrift „Aufwind“, die Informationen über die Früherkennung und den Umgang mit chronischen Atemwegserkrankungen liefert. Sein unermüdlicher Einsatz zeigt sich in zahlreichen Initiativen wie beispielsweise dem „Allergie Risiko Check“ oder der „Global Allergy and Asthma Patient Platform“. Von 2006 bis 2016 war er zudem Obmann des Medizinischen Selbsthilfezentrums Wien. Otto Spranger hat wesentlich zur Bewusstseinsbildung beigetragen und für Betroffene wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.

Ursula Tuch, nominiert von der MA 15 – Gesundheitsdienst der Stadt Wien, ist leitende Diplomsozialarbeiterin der Tuberkulosevorsorge der Stadt Wien und leistet in ihrer Freizeit seit vielen Jahren ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung in der Pfarre Penzing St. Jakob. Begonnen hat ihr Engagement im Jahr 1989 mit der Betreuung rumänischer Flüchtlinge. In den 1990er-Jahren unterstützte sie Flüchtlingsfamilien aus dem ehemaligen Jugoslawien bei der Suche nach Kindergarten- und Schulplätzen, Wohnungen und Arbeitsplätzen. Auch in der aktuellen Flüchtlingssituation kümmerte sie sich um die Koordination, medizinische Betreuung und Basisversorgung von Flüchtlingen.

Werner Welzl ist seit zehn Jahren im Nachbarschaftszentrum 17 ehrenamtlich tätig und wurde über den Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen vom Wiener Hilfswerk für den Preis der Menschlichkeit vorgeschlagen. Er begleitet seit zehn Jahren blinde Menschen bei Besorgungen und Freizeitaktivitäten und ist seit fünf Jahren Lesepate für vorwiegend sozial benachteiligte Kinder mit Migrationshintergrund. Seit 2015 unterstützt Welzl das Projekt „New Neighbour Buddy“ im Deutschcafé zur Förderung der Inklusion von Flüchtlingen und hat vor kurzem die Patenschaft für einen jungen Kosovo-Albaner mit Legasthenie übernommen.

Fotogalerie

To top

Suche

Ihre gesunde Idee für den Bezirk!›

Grätzel- und Kooperations- initiativen einreichen

Aktuelles aus der WiG›

Neue Projekte, Angebote und Veranstaltungen ...