Aktionsplan gegen zu fett und zu salzig

Gesunde Ernährung beginnt im Kopf. Eine Starthilfe ist der nationale Aktionsplan mit neuer Ernähungspyramide, mehr Info- und Servicestellen und gesetzlichen Maßnahmen.

Rund 42 Prozent der Erwachsenen sind übergewichtig, elf Prozent sogar krankhaft – Tendenz steigend. Neben dem „Zuviel“ ist auch das „Zuwenig“ ein Problem: Folsäure, Calcium und Vitamin D kommen eindeutig zu selten auf den Teller. Im Trend sind außerdem Nahrungsergänzungsmittel. 39 Prozent der ÖsterreicherInnen decken über Pillen bis zu 100 Prozent ihres Tagesbedarfs an Nährstoffen. Das ist zuviel und unnötig – aber zum Glück nicht gefährlich.

Gesünder bis 2020.

Der „Nationale Aktionsplan für Ernährung“, der vom Bundesministerium für Gesundheit, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem Institut für Ernährungswissenschaften initiiert wurde, hat eine klare Aufgabe: „Es muss das Ziel von Gesundheitspolitik sein, dass die gesunde Wahl die leichtere wird“, so Gesundheitsminister Alois Stöger. Welchen Einfluss die Ernährung auf Krankheiten hat, lässt sich am Beispiel von Obst und Gemüse zeigen: „Eine zusätzliche Portion Obst und Gemüse pro Tag kann das Risiko für Herzerkrankungen um vier Prozent und das Risiko für Schlaganfall um fünf Prozent senken“, erklärt Univ.-Doz.in Ingrid Kiefer, Leiterin des Kompetenzzentrums Ernährung der AGES. Die Zahl der Erkrankungen, die durch ungesunde Ernährung und ungesunden Lebensstil verursacht werden, soll bis 2020 signifikant sinken. Auch die Zahl der Übergewichtigen soll kleiner werden und gesunde Ernährung für alle Menschen leistbar und lebbar werden. Der umfassende Aktionsplan dazu ist im Internet abrufbar. Dort können bis Ende 2010 auch Stellungnahmen abgegeben werden.

Genuss in Maßen.

Ein erster Schritt dazu ist die neue österreichische Ernährungspyramide. Bisher führte die Vielzahl von Ernährungsmodellen zu Unsicherheiten und Fehlinterpretationen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und spezifisch österreichische Ernährungsgewohnheiten wurden beim neuen Modell berücksichtigt. Grundsätzlich essen wir zu fett, salzig und süß. Bei Obst und Gemüse greifen die ÖsterreicherInnen zu wenig zu, ebenso bei Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Verstärkte Info- und Serviceangebote für KonsumentInnen, Einbindung des Themas in Lehrpläne oder einheitliche Nährwertbezeichnungen sind konkrete Maßnahmen des Aktionsplans.

www.bmg.gv.at

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