Zeit für frische Leckereien - jeder Biss ist ein Genuss

Gaumenfreuden steigern die Lebensqualität: Genussmenschen sind laut einer Studie glücklicher und entspannter. Ein teures Vergnügen? Keineswegs! Lesen Sie, worauf´s ankommt.

Es muss nicht immer Trüffel, Kaviar und Champagner sein. Denn: Genug Zeit zum Schlemmen zu haben, Abwechslung im Menüplan der leckeren und frischen Gerichte sowie gemeinsames Essen im Familien- oder Freundeskreis – das bedeutet "Genuss“ für die meisten Menschen, so die Ergebnisse des ersten österreichischen Genussbarometers.

Insgesamt bezeichnen sich 81,8 Prozent als Genussmenschen. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, weiß Univ.-Prof. Dr. Jürgen König, wissenschaftlicher Begleiter der Studie. Denn Genießen wirkt sich positiv auf die Stimmung aus, steigert Selbstbewusstsein und Leistungsfähigkeit. Außerdem hat fast die Hälfte der Genussmenschen Normalgewicht– keine andere Gruppe erreicht so einen hohen Wert. „Mehr Genussverständnis scheint mit weniger Diäterfahrung zusammenzuhängen.“

Genuss muss nicht teuer sein.

Nur 0,8 Prozent der 500 Befragten geben an, Genuss sei ein teures Vergnügen. „Zu genießen scheint eine Frage des Lebensstils zu sein“, konkretisiert der Experte, „zu einem tollen Essen braucht es keine sündteuren Zutaten, sondern vielmehr eine angenehme Atmosphäre.“ Genuss sei eine stark subjektive Wahrnehmung – wer weiß, was einem gut tut, kann sich leichter Genussmomente verschaffen. Doch sind frische Zutaten nicht automatisch teurer? Qualität hat zwar ihren Preis, doch „hochwertige Lebensmittel müssen nicht immer teuer sein und teure Waren sind nicht stets von hoher Qualität“, räumt König ein und findet, dass man sich beim Einkauf nicht nur vom Preis leiten lassen sollte. „Stattdessen die Gustostückerl zu besonderen Gelegenheiten auftischen – und das seltener, statt Abstriche bei Genuss und Qualität zu machen.“

Tabelle der Köstlichkeiten.

Fisch, Gemüse/Salat, Nudeln, aber auch Süßigkeiten und Alkohol führen für die ÖsterreicherInnen die Liste der Genusserlebnisse an. „Es gibt kein gesundes oder ungesundes Lebensmittel“, stellt König klar, „sondern nur gesunde oder ungesunde Ernährungsweisen.“ Alles sei eine Frage der Menge. Bewusstes Genießen aller Lebensmittel solle einen höheren Stellenwert bekommen, um die Ernährung insgesamt ausgeglichen gestalten zu können. Als größte Genuss-Flops empfinden ÖsterreicherInnen Fast Food, mexikanisches, japanisches, thailändisches und französisches Essen.

Was ist gesund?

Fragt man, was „gesund“ ist, antworten die meisten mit Obst, Gemüse, frischen Lebensmitteln und Fisch. Fleisch landet mit rund zehn Prozent nur auf dem zehnten Platz.

Die Bedeutung des Umfelds.

Aber: Das Essen kann noch so exquisit sein, wenn das „Drumherum“ nicht passt, schmeckt es einfach nicht so gut. Genuss bedeutet nämlich angenehme Atmosphäre (60 %), nette Gesellschaft (54 %), gute Tischmanieren (43 %) und eine schön gedeckte Tafel (36 %). Erst dann folgt leckeres Essen (35 %) und wohltemperierter Wein (27 %). Dies gilt für beide Geschlechter – wobei Frauen mehr Wert auf das Umfeld legen.

Genießen erlernen.

Was will und darf man essen? Interessantes und Neues aus der Ernährungswissenschaft erfahren, während man kulinarisch verwöhnt wird – bei den „futurefood“-Workshops wird im Zuge eines Menüs die Ernährungskompetenz der TeilnehmerInnen nachhaltig optimiert. „Anschauliche Beispiele und spielerische Übungen helfen, das Wissen zu vertiefen, die Geschmackssinne zu schärfen und die Freude am Essen zu stärken“, erklärt Mag.a Hanni Rützler, Leiterin des Instituts für Forschung, Beratung und Entwicklung im Ernährungsbereich und Leiterin der Workshops. Dieses Know-how ist für jede/-n wertvoll, immerhin „treffen wir täglich rund 200 Entscheidungen im Ernährungsbereich. Und lediglich ein Viertel davon bewusst“, so die Foodtrendforscherin, selbstständige Ernährungswissenschafterin und Gesundheitspsychologin. Bei ihr lernt man, die eigene Ernährungsweise dauerhaft genussvoller und gesünder zu gestalten.

www.forum-ernaehrung.at 
www.futurefoodstudio.at

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