Demenzfreundliche Apotheke

In Österreich leben ca. 120.000 Menschen mit Demenz (2/3 davon sind Frauen). 80% werden zuhause von (meist weiblichen) Angehörigen und Pflegepersonen versorgt. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich, zu Hause gepflegt zu werden und zu sterben. Daher ist es von großer Bedeutung für die Betroffenen, dass sie in Apotheken gut betreut werden, der Zugang zu Beratung und Selbsthilfe in unmittelbarer Wohnortnähe unterstützt und ein Beitrag zur Entstigmatisierung von Demenz geleistet wird.

Anlaufstelle für Demenz-Betroffene und Angehörige

Die öffentliche Apotheke ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Sie sollte im Rahmen des Projekts "Demenzfreundliche Apotheke" verstärkt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen vorbereitet werden. Durch die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen wurde der Zugang zu Angehörigen ermöglicht, sowie die betroffenennahe und respektvolle Planung des Gesamtprojektes sichergestellt. Beratungsstellen brachten ihre Expertise in das Projekt ein, machten ihre Angebote in Apotheken bekannt oder gingen direkte Kooperationen mit Apotheken ein.

Inklusion statt Stigmatisierung

Das von 1.4.2013 bis 31.12.2015 dauernde Projekt wurde jeweils in 9 Wiener Apotheken und 9 Niederösterreichischen Apotheken umgesetzt.

Die Ziele der "Demenzfreundlichen Apotheke" lauteten:

  • Gesundheitsförderung für Menschen mit Demenz und ihre betreuenden Angehörigen
  • Entwicklung von Apotheken als gesundheitsförderliches Setting
  • Förderung der Teilhabe und des sozialen Miteinanders von Menschen mit und ohne Demenz
  • Entstigmatisierung von Menschen mit Demenz

Zu den Zielgruppen zählten ApothekenmitarbeiterInnen in Wien und Niederösterreich, Menschen mit Demenz sowie betreuende Angehörige.

Allianz für Demenzfreundliche Apotheken

Die „Demenzfreundliche Apotheke“ wurde durch die Wiener Gesundheitsförderung und den Fonds Gesundes Österreich, die Österreichische Apothekerkammer und Eigenmittel des Instituts für Palliative Care und OrganisationsEthik finanziert. Für die Umsetzung zeichnete das Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik der Alpen-Adria Universität Klagenfurt-Graz-Wien verantwortlich.


Handbuch: Ins Gespräch kommen über Demenz

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